Bundesland · Datenstand BfS 2021
Radon in Berlin
Berlin gehört zu den Ländern mit den niedrigsten Radonwerten in Deutschland. Es gibt keine Vorsorgegebiete, und der geschätzte Wohnraum-Durchschnitt liegt mit 31 Bq/m³ im Median deutlich unter dem Bundeswert von 78.
Einordnung im Bundesvergleich
Der Median über alle Gemeinden liegt in Berlin bei 31 Bq/m³, bundesweit bei 78 Bq/m³.
Geschätzter Wohnraum-Durchschnitt, Median über alle Gemeinden des Landes.
Wo im Land die Werte höher liegen
Das Stadtgebiet liegt vollständig auf quartären Lockersedimenten des Warschau-Berliner Urstromtals. Erhöhte Radonwerte sind hier geologisch nicht zu erwarten.
Gemeinden mit den höchsten Schätzwerten
| Gemeinde | Bq/m³ | Status |
|---|---|---|
| Berlin | 31 | — |
Geschätzter Jahresmittelwert in Wohnräumen, Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz.
Warum 100 und nicht erst 300?
Der deutsche Referenzwert von 300 Bq/m³ ist kein Grenzwert, sondern ein Prüfmaßstab — und er ist zugleich das Maximum, das die EU-Richtlinie 2013/59/Euratom zulässt. Deutschland hat diesen Höchstwert übernommen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt dagegen 100 Bq/m³, weil sich gesundheitliche Effekte ab etwa dieser Größenordnung nachweisen lassen und das Risiko linear mit der Konzentration steigt.
Praktisch bedeutsam wird das dort, wo Räume mit Bodenkontakt regelmäßig genutzt werden: das Arbeitszimmer im Souterrain, die Werkstatt, der Hobbyraum — und als Extremfall die ausgebaute Kellerwohnung. Dort reichert sich Radon an, und dort wird erfahrungsgemäß am wenigsten gelüftet. Mehr zum Gesundheitsrisiko